Das Netzwerk

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Das Production Innovations Network – PIN – ist Anfang 2015 aus dem Sonderforschungsbereich „Gentelligente Bauteile im Lebenszyklus“ heraus gegründet worden. In diesem SFB der Leibniz Universität Hannover werden seit 2005 die Grundlagen für die vernetzte Produktion einer Industrie 4.0 geschaffen: kommunikationsfähige Bauteile, Sensoren und Maschinen sowie – zu deren Vernetzung – die entsprechenden Prozesse und Strukturen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert diesen SFB mit rund 30 Millionen Euro.

Technologietransfer 4.0

Aktuell arbeiten etwa 40 Wissenschaftler aus neun Instituten der Leibniz Universität und des Laser Zentrums Hannover im Sonderforschungsbereich. Ihr Know-how und ihre Erkenntnisse sollen übers PIN schnell und effizient den Mitgliedsunternehmen zur Verfügung stehen, um die Transformation der Wirtschaft in eine digitale, vernetzte voranzutreiben.

Die gemeinsame Arbeit an den verabschiedeten Forschungs-Leitthemen sorgt für den passgenauen Transfer in die Industrie und auf Seiten der Wissenschaft dafür, Forschungsbedarfe schnell zu erkennen und aufzunehmen.

Wer sind die PIN-Initiatoren?

Der Sonderforschungsbereich „Gentelligente Bauteile“ ist am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover – kurz PZH – angesiedelt. Das PZH vereint alle produktionstechnischen Institute der Fakultät für Maschinenbau mit ihren rund 250 wissenschaftlichen Mitarbeitern unter einem Dach. Es ist das Ziel der am Sonderforschungsbereich beteiligten Institute – neben der Produktionstechnik drei weitere Institute der Leibniz Universität und das Laser Zentrum Hannover e.V. – ihre gemeinsamen Forschungsergebnisse aus mittlerweile zehn Jahren in die industrielle Praxis zu bringen.

Für das zu diesem Zweck gegründete Production Innovations Network ist der Sonderforschungsbereich Geschäftsstelle und Organ, vertreten durch dessen Sprecher Professor Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover.

Ansprechpartner finden Sie unter Kontakt, die beteiligten Forschungsinstitute unter Mitglieder.

Was heißt „gentelligente Bauteile“?

Gentelligente Bauteile oder Maschinen können nicht nur „fühlen“ und sich dann autonom über ihren selbsterfühlten Zustand und ihr (Produktions-)Ziel austauschen, sie geben ihre Lebenserfahrung auch an die nächste Bauteilgeneration weiter.

Was bedeutet das? Ein gentelligenter Radträger kennt beispielsweise die Belastungsdaten aus seinem gesamten Lebenszyklus. Er trägt sie als Veränderungen des Werkstoffgefüges in sich. Diese Veränderungen lassen sich leicht auslesen und in die Konstruktion der nächsten Radträger-Generation einbeziehen. So wird diese nächste Generation hier schlanker und dort belastbarer, je nach Lebenserfahrung des Vorgängermodells.

Der Sonderforschungsbereich „Gentelligente Bauteile“ vernetzt also nicht nur Bauteile, Maschinen und Produktion, er sorgt nicht nur für ein Verschmelzen des physischen Bauteils mit den Daten, die zu diesem Bauteil gehören, sondern er verbindet außerdem die Generationen durch einen quasi evolutionären Optimierungsprozess. Damit geht er über die übliche „Industrie 4.0“-Deutung noch hinaus.