Eine Vision ist Realität geworden

Der Sonderforschungsbereich (SFB) „Gentelligente Bauteile im Lebenszyklus“ hatte 2015 das Production Innovations Network gegründet, um seine Forschungsergebnisse in die Praxis zu transferieren. „Produktionstechnik auf dem Weg zur Industrie 4.0″ – unter diesem Motto hatte der Sonderforschungsbereich zu seinem Abschusskolloquium am 20. und 21. Juni 2017 in das Produktionstechnische Zentrum der Leibniz Universität Hannover eingeladen.

SFB-Sprecher Professor Berend Denkena: „Wir sind 2005 mit einer großen Vision gestartet. Die Vision kommunikationsfähiger Bauteile, Sensoren und Maschinen und deren Vernetzung.“ Eine Vision, die Realität geworden ist. Industrie 4.0 und Digitalisierung sind heute – mehr als zwölf Jahre später – die allgegenwärtigen Begriffe dafür.

40 Wissenschaftler hatten im SFB an der Produktion von morgen gearbeitet. Die zehn am Sonderforschungsbereich beteiligten Institute der Leibniz Universität Hannover bilden die gesamte Wertschöpfungskette der Produktion ab. Am SFB 653 beteiligt waren Institute der Fakultät für Maschinenbau, der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik sowie das Laser Zentrum Hannover e. V.

„Ich bin beeindruckt von der Anwendungsnähe der Forschungen des SFB. Obwohl es ja Grundlagenforschung ist, haben viele Themen schon ein sehr starkes Industriepotenzial,“ sagt Kolloquiumsteilnehmer Dr.-Ing. Arne Lukas von der Firma Kroning. In seiner IFW-Zeit hatte Lukas einige Jahre in dem Sonderforschungsbereich mitgearbeitet.

Der SFB präsentierte an den beiden Tagen in praxisnahen Vorträgen neue Technologien zur Digitalisierung und Vernetzung. Umsetzungsbeispiele zeigten das Potenzial für die Herstellung und die Nutzung von Produkten auf. Und Vertreter aus der Industrie berichteten über aktuelle Herausforderungen und umgesetzte Lösungen.

In Live-Demonstrationen im Versuchsfeld des IFW gab es für die Teilenehmer Digitalisierung und Vernetzung hautnah: Der SFB zeigte die Datengewinnung in der Produktion und deren Rückführung in die Fertigungssteuerung und -planung. Und, wie Informationen aus der Nutzungsphase zur Instandhaltungsplanung und Gestaltoptimierung verwendet werden.